Eine Selbstinitiative und was aus ihr wurde.
Wir sind ein gemeinnützig anerkannter Verein. Unsere Mitglieder sind Eltern behinderter- oder von Behinderung bedrohter Kinder, Menschen mit Behinderung, Freunde, Förderer und engagierte Bürgerinnen und Bürger im nördlichen Rheinland-Pfalz. Wir setzen uns für die Belange und Sorgen Behinderter in unserer Gesellschaft ein.
Die Geschichte des Vereines ist mit zwei Namen insbesondere verbunden: Frau Ingeborg Söhngen, Herrn Jürgen Wolffram.
1966
Im Oktober wurde der Verein zur Förderung und Betreuung spastisch gelähmter und körperbehinderter Kinder e.V. gegründet.
Engagierte Bürger, Therapeuten, (Kinder-)Ärzte und betroffene Eltern aus dem Raum Neuwied/Andernach suchten nach Möglichkeiten
behinderten Kindern und ihren Familien wohnortnahe Hilfe zu ermöglichen; Hilfen in ihren täglichen persönlichen Sorgen oder im
Umgang mit Ämtern. Wichtig war, die Suche der Eltern nach notwendiger Diagnostik/Therapie und qualifizierter Förderung zu unterstützen oder diese anzubieten.
1967
Der Kindergarten Sonnenland in Neuwied wurde eröffnet.
1966 bis 1977
Frau Ingeborg Söhngen, Bürgerin der Stadt Neuwied war Motor- und Triebfeder für die Gründung des Vereins und die Neueröffnung des Kindergartens. Sie setzte sich mit einem hohen persönlichen Einsatz für die Errichtung des Heilpädagogisch-Therapeutischen Zentrums in Neuwied ein. Nicht nur die Verhandlungen mit den Ministerien um die Finanzierung sondern auch die Konzeption und die Einrichtung des neuen Hauses wurden ihr persönliches Anliegen.
1976
Das HTZ wurde eröffnet unter gemeinsamer Trägerschaft des Vereins, des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und der Bundesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte.
Der Kindergarten zog in die neuen Räume ein und die Arbeit der Frühförderung begann.
1977 bis 2005
Herr Jürgen Wolffram übernahm den Vorsitz des Vereins mit großem persönlichen Engagement und Zielstrebigkeit. Als betroffener Vater kennt er die Probleme und Sorgen der Eltern.
Das HTZ entwickelte sich kontinuierlich weiter.
1979
Der Beratungsdienst und der Aufbau von ersten Familienentlastenden Maßnahmen durch fachlich betreute Freizeiten und Wochenendbetreuungen wurden eingerichtet.
1984
Es wurde die Tagesförderstätte für Schwerstmehrfachbehinderte Erwachsene in Betrieb genommen.
1991
Um eine regionale Wohn- und Betreuungsmöglichkeit für schwerstbehinderte Menschen zu schaffen, schlossen
sich der Verein, mit dem Verein zur Betreuung blinder und sehbehinderter Kinder e. V. Neuwied und dem Heilpädagogisch-Therapeutischen
Zentrum Neuwied, zu einer Förder- und Wohnstätten gGmbH zusammen. Es wurden die ersten
Kurzzeitpflegeplätze und Dauerplätze zur Betreuung von schwerstbehinderten Kindern und Erwachsenen im Haus Weinbergstraße geschaffen. Es
folgte die Erweiterung auf die Häuser Leutesdorf und Oberbieber.
Der Verein wird in Verein für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. Neuwied/Andernach umbenannt.
2002
Die Eröffnung der Förder- und Wohnstätte in Kettig für Schwerstmehrfachbehinderte Menschen bietet in
großzügig- und behindert gerechten Häusern Lebensraum für 98 Bewohner.
Für seine Verdienste wurde Herr Jürgen Wolffram 1997 mit dem Bundesverdienstkreuz sowie bei der Beendigung seiner Tätigkeit 2005 als Vereinsvorsitzender mit der Ehrenmedaille des Landkreises Neuwied ausgezeichnet.
2005
Frau Heidrun Walburg übernahm den Vorsitz des Vereines. Nach 33 Jahren als Leiterin der Tagesstätte kennt sie die Probleme der Familien und der Kinder.
2007
Einrichtung des Familienunterstützenden Dienstes durch eine hauptamtliche Fachkraft.
Eine verstärkte Familienentlastung in den Ferien durch Tagesfreizeiten und individueller Hilfestellung wurde ausgebaut.
Die Wochenendbetreuungen und Ferienfreizeiten wurden erweitert.
Daneben steht die Beratung der Eltern.
Mit weiteren Aktivitäten will der Verein für körper- und mehrfachbehinderte Menschen die Lebenssituation Behinderter in unserer Gesellschaft erleichtern und Hilfe leisten.
2008
Weiterer Ausbau der Familien unterstützender Dienste.
Für Anregungen und Unterstützung sind wir immer dankbar.